Familientherapie

 

Familie ist das System, in das wir gemeinhin hineingeboren werden und in dem wir unsere intensivsten Beziehungserfahrungen machen. Hier sind die Menschen, mit denen wir Geschichte haben und machen und an die wir unabhängig von guten oder schlechten Zeiten eng gebunden sind. Gerade durch diese Verbundenheit erleben wir in diesem Kreis Schwierigkeiten, Unstimmigkeiten, Verletzungen und Kränkungen tiefer und langanhaltender als in anderen Bezugssystemen (bspw. Arbeitskollegen, Freunde).

 

Gleichzeitig verfügt gerade die Familiengemeinschaft über die größten Ressourcen, um bestehende Schwierigkeiten lösen zu können. So ist es auch bei formulierten Problemen explizit eines Familienmitgliedes (Schulschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, Ängste, Traurigkeit etc.) erfolgsversprechender mit der Gesamtfamilie zu arbeiten, als mit der jeweiligen Person alleine.

Entsprechend werden in eine Familientherapie alle Familienmitglieder eingeladen, die etwas zur Lösung der bestehenden Problematik beitragen können (und auch möchten).

 

 

Systemische Therapie oder Beratung ist für Familien hilfreich, die beispielsweise:

 

  • akute oder langanhaltende familiäre Belastungen oder Krisen erleben;
  • mit körperlichen oder emotionalen Erkrankungen eines Familienmitgliedes umgehen müssen;
  • ihre Beziehungen oder auch innerfamiliäre Kommunikation als problematisch erleben;
  • Pubertäts- und Ablösungsprozesse der Kinder zu bewältigen haben;
  • allgemeine Umbrüche erleben (Heirat, Geburt, Pflegebedürftigkeit von Eltern etc.);
  • die Erziehungsschwierigkeiten formulieren;
  • mit unerwünschtem Sozialverhalten, Schul- oder Leistungsproblemen oder Schulverweigerung der Kinder konfrontiert sind;
  • besondere Familien sind (z.B. Patchwork-, Pflege- oder Adoptionsfamilien), die sich Unterstützung wünschen.

 


Ein Familienkontakt dauert in der Regel 1,5 Stunden. Das Honorar für Familientherapie wird nicht von der Krankenkasse übernommen, sondern muss vom Kunden selbst getragen werden.